Artikelformat

Annemarie Roelof’s Waste Watchers – Music from the Land of Milk and Honey

Veröffentlicht in der Kick’n’Roll Nr. 23 vom März 99


Die WASTE WATCHERS bestehen aus Annemarie Roelofs (trombone, violon, „ear“ trompette), Johannes Krämer (guitarre électrique, électroniques, bandes) und Dirk Marwedel (saxophones alto et sopranino, jouets). Ihre CD enthält drei Teile eines Hörstückes, die jeweils 18-20 Minuten lang sind und sich wiederum aus völlig unterschiedlichen Parts zusammensetzen. Aufgenommen wurde das Ganze live am 17.05.96 beim „13ième Festival International de Musique Actuelle de Victoriaville“ in Kanada.
Meiner Meinung nach handelt es sich bei den WASTE WATCHERS um drei Menschen, die an ihren Instrumenten so brillant sind, daß sie – möglicherweise den Gefilden von freiem Jazz, Avantgarde und experimenteller Musik zuzuordnen – mit Vergnügen jegliche eingefahrenen Bahnen verlassen haben, um Neuland zu erkunden. Auf diesem Tonträger setzen sie die Geschichte der drei Papageien Ora, Lora, und Labora, die auf einer Müllhalde als tierische Abfallzerkleinerer schuften und sich frustriert aufmachen, das Schlaraffenland zu suchen, musikalisch mit intensiver Expressivität äußerst versiert, witzig und geradezu abgefahren um. Nichts für einfache Gemüter, aber ein Leckerbissen für die, denen Zappa zu beschränkt, Mangelsdorff zu langweilig und Valis zu dilettantisch sind.
Kontakt: Annemarie Roelofs, Wickenweg 88, 60433 Frankfurt, fon: 069/545558

Loewenherz / Frisbee

Autor: Loewenherz / Frisbee

Mit acht Jahren Klavierunterricht, ab 18 E-Gitarre und Bassgitarre. 1983 erste Band. Erster Tonträger 1989 (MC VenDease live). Lehrer für Bassgitarre. Musik-Journalist beim Fachmagazin "the Bass" (vorher: "Der rasende Bass-Bote") & dem hessischen Musikermagazin Kick'n'Roll. Musik-Projekte in Offenbach und Frankfurt mit Jugendlichen aus sozialen Brennpunkten. Gesangsunterricht im Bereich funktionaler Stimmbildung nach Lichtenberg und Reid mit Studium klassischer Literatur. Diplomarbeit zum Thema "Musikimprovisation in der Sozialpädagogik". Seit 1996 sporadische Auftritte mit meist improvisiertem Charakter. Bands: Bernstyn, Procyon, Uwe Peter Bande, Ven Dease (Saarland) sowie Reality Liberation Front, PLK, Valis (Frankfurt). Live-Mixer bei Lay de Fear.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.